So funktioniert der Generator
- Strafen anhaken: Die Vorlagen sind nach Training, Spieltag, Kabine, Karten und Sonstigem sortiert. „Übliche Auswahl übernehmen“ hakt die Strafen an, die in vielen Amateurteams gelten.
- Beträge anpassen: Jeder Betrag lässt sich ändern, Komma geht auch („2,50“). Wo eine übliche Spanne bekannt ist, steht sie darunter.
- Eigene Strafen ergänzen: Was bei euch Tradition ist, fügst du unten hinzu und ordnest es einer Gruppe zu.
- Mannschaft und Frist eintragen: Der Name wird die Überschrift, die Zahlungsfrist steht unten auf dem Aushang.
- Drucken oder teilen: Der Aushang hat Platz für das Beschlussdatum und die Unterschriften von Kapitän und Kassenwart.
Einen fairen Strafenkatalog aufstellen
Ein Strafenkatalog funktioniert nicht, weil er streng ist, sondern weil sich alle darauf geeinigt haben. Einklagen lässt sich eine Mannschaftsstrafe in der Regel nicht. Deshalb zählt der Weg dahin:
- Gemeinsam beschließen: Bringt einen Vorschlag mit, zum Beispiel den ausgedruckten Entwurf von hier, und stimmt in der Mannschaft ab. Was die Mehrheit trägt, wird eingehalten.
- Kurz halten: Zehn bis fünfzehn Punkte reichen. Jede Strafe, über die diskutiert werden muss, kostet mehr Stimmung, als sie einbringt.
- Gleiches Vergehen, gleiche Strafe: Keine Ausnahmen für Stammspieler oder den Kapitän. Genau dafür ist der feste Katalog da.
- Fälligkeit festlegen: Zum Beispiel „bis Monatsende“ oder „vor dem nächsten Heimspiel“. Ohne Frist sammeln sich offene Beträge, bis keiner mehr den Überblick hat.
- Trennen, wer vergibt und wer kassiert: Der Trainer oder Kapitän vergibt Strafen, der Kassenwart verwaltet das Geld.
Wie hoch sollten Strafen sein?
Die Vorschläge im Generator entsprechen den Richtwerten aus unserem Ratgeber Mannschaftskasse führen. Sie sind in vielen Amateurteams üblich, aber keine feste Norm. Die Faustregel: Eine Strafe soll erziehen, nicht wehtun. In der Kreisliga mit vielen Studenten sind 2 € für Zuspätkommen spürbar genug; in einer Altherrenmannschaft darf es mehr sein. Karten wegen Meckerns kosten die Mannschaft sportlich etwas, deshalb liegen sie meist höher als Trainingsstrafen.
Ausnahmen festlegen
Schreibt Ausnahmen gleich mit auf, sonst wird jeder Einzelfall zur Grundsatzdebatte:
- Verletzte: keine Trainingsstrafen, solange sie abgemeldet sind. Wer verletzt ist, soll trotzdem zu Mannschaftsterminen kommen dürfen, ohne dass es teuer wird.
- Schüler, Azubis, Studenten: niedrigere Beträge oder eine Obergrenze pro Monat.
- Schicht und Arbeit: Wer rechtzeitig mit Grund absagt, zahlt nichts. Die Strafe gilt für „unentschuldigt“ und „zu spät gemeldet“, nicht für „kann nicht“.
- Jugendteams: Bei Kindern und Jugendlichen passen Geldstrafen selten. Kleine Aufgaben wie Bälle einsammeln oder Leibchen waschen sind dort oft die bessere Wahl – am besten mit den Eltern abgesprochen.
Was mit dem Geld passiert
Strafen landen in der Mannschaftskasse und kommen der ganzen Mannschaft zugute: Getränke nach dem Spiel, Mannschaftsabend, Weihnachtsfeier oder Abschlussfahrt. Legt vorher fest, wofür das Geld ausgegeben wird und ab welchem Betrag abgestimmt wird. Wie ihr die Kasse sauber führt, wer sie verwaltet und wie es beim Spielerwechsel läuft, steht im Ratgeber Mannschaftskasse. Wenn ihr die Strafen nicht mehr auf Papier zählen wollt: Die Mannschaftskasse in Kabine führt den Katalog und die offenen Beträge für euch.